Archiv der Kategorie: Snooker 1. Mannschaft

SNOOKER: Bundesligateams verteidigen Tabellenführung

Auch nach dem zweiten Spielwochenende der 1. und 2. Bundesliga Snooker liegen die Teams der TSG Heilbronn jeweils an der Spitze.

Die 1. Mannschaft hatte in der 1. Bundesliga ihre ersten Heimspiele.

Am Samstag war zunächst der SC 147 Essen zu Gast.
Und dass sich das Team aus dem Ruhrgebiet einiges vorgenommen hatte, konnte man bereits an der Aufstellung ablesen. In Bestbesetzung mit dem Niederländer Roy Stolk und dem Belgier Jeff Jacobs war man angereist und erwies so dem Gastgeber den verdienten Respekt. Aber auch die TSG hatte alle Mann an Bord und so ergab sich gleich eine hochklassige erste Runde, in welcher der Heilbronner Neuzugang Michael Schnabel dem Deutschen Meister 2014 Roman Dietzel beim glatten 3:0 keine Chance ließ. Jedoch musste Richard Wienold trotz 2:1-Führung seine Partie gegen Stolk genauso abgeben, wie Patrick Einsle gegen Jacobs. Dafür zeigte Soner Sari, der am ersten Spielwochenende noch nicht zu überzeugen wusste, diesmal seine Schokoladenseite. In einer hochklassigen Partie fuhr er einen sicheren 3:1-Sieg gegen Sascha Breuer ein. Damit stand es zur Halbzeit 2:2.

Soner Sari

In der zweiten Runde musste sich dann auch Michael Schnabel nach bravouröser Aufholjagd im Decider mit 2:3 Roy Stolk geschlagen geben. Gleichzeitig siegten Einsle gegen Breuer und Sari gegen Jacobs jeweils klar. So kam es auf den Youngster im Team, den erst 20-jährigen, gleichwohl amtierenden Deutschen Meister der Herren Richard Wienold an, der jedoch gegen Roman Dietzel 0:2 zurücklag. In solchen Situationen zeigen sich wahre Champions. Richard holte die nächsten drei Frames in Folge, gewann die Partie mit 3:2 und sicherte damit den so wichtigen 5:3-Mannschaftssieg. „Ein erstklassiger Sari und ein kämpfender Wienold waren heute unsere Matchwinner“ resümierte der Heilbronner Teammanager Pedro Chacon.

Am Sonntag gab es dann einen klaren 7:1-Sieg gegen den Aachener Snookerclub, der jedoch ohne seinen Spitzenspieler Omar Alkojah angereist war. Lediglich Soner Sari musste gegen Eugen Biedlingmaier seine Partie knapp mit 2:3 abgeben. Die restlichen Partien gingen jeweils klar an überlegen und souverän agierende Heilbronner.

Diese 6 Punkte sorgen dafür, dass das TSG-Team auch weiter – punktgleich mit dem Meister 1. SC Mayen-Koblenz – an der Tabellenspitze der 1. Bundesliga steht.

Die 2. Mannschaft musste am Samstag zunächst bei der DJK Offenburg antreten. Auch hier traf man – mittlerweile scheinbar ein Heilbronner Fluch – auf Gastgeber in Bestbesetzung. Doch insbesondere die Heilbronner Jugendspieler Germanos Nestoridis und Fabian Haken sind aktuell eine Bank. Und auch diesmal siegten beide in der erste Runde jeweils deutlich, wie auch Dennis Wörthmüller. Zur Halbzeit somit eine beruhigende 3:1-Führung.

In der zweiten Runde konnte jedoch nur noch Germanos Nestoridis seinen zweiten Sieg einfahren, während der Rest des Teams den möglichen Mannschafts-Sieg vergab. „Wir sind aber dennoch zufrieden mit diesem Auswärtspunkt gegen starke Offenburger“ erklärte Kapitän Suphi Yalman nach dem Spiel.

Germanos Nestoridis

Am Sonntag kam es dann zum Spitzenspiel der gemeinsamen Tabellenführer Heilbronn und Karlsruhe. Eine Begegnung mit besonderer Brisanz, da der C-Kader-Bundestrainer Frank Schröder in der 2. Bundesliga für den SC 147 Karlsruhe spielt und auf seine Kader-Schützlinge Nestoridis und Haken traf. Und erneut waren es genau diese beiden, die das Heilbronner Team zum Halbzeitstand von 2:2 auf Kurs hielten. Dabei gelang Fabian gerade gegen Schröder ein schöner 3:2-Sieg.

In der zweiten Runde ließ Germanos Nestoridis dann Ralf Dahn beim glatten 3:0 keine Chance und auch Fabian Haken und Suphi Yalman siegten jeweils 3:1, was den 5:3-Mannschaftssieg und die alleinige Tabellenführung der 2. Bundesliga bedeutet. Da konnte es Dennis Wörthmüller verschmerzen, dass er an diesem Tag auch sein 2. Spiel erneut denkbar knapp mit 2:3 abgeben musste. Kleines Schmankerl zum Schluss: In der Rangliste der 2. Bundesliga gibt es aktuell nur einen Spieler mit weißer Weste bei 8:0 Siegen: GERMANOS NESTORIDIS

Start in die Saison 2018/2019

Der Start in die neue Saison 2018/2019 steht bevor.

Erstmals wird die Billardabteilung der TSG Heilbronn mit drei Mannschaften am Bundesligaspielbetrieb teilnehmen. Alle Mannschaften starten am kommenden Wochenende, dem 15. und 16. September 2018 in die neue Spielzeit.

Die 1. Snookermannschaft, die in der vergangenen Saison die Vizemeisterschaft in der 1. Snooker Bundesliga erringen konnte, will auch in der kommenden Spielzeit um den Titel mitspielen. Um dieses Ziel zu erreichen hat Teammanager Pedro Chacon die bestehende Mannschaft mit Patrick Einsle, Richard Wienold, Soner Sari und Ismail Türker zusammen gehalten und zusätzlich einen starken Neuzugang verpflichtet. Mit dem 22-jährigen Michael Schnabel kommt vom PTSV Hof der stärkste Spieler der letzten Zweitligasaison (90%-Siegquote) nach Heilbronn.
Zu Beginn trifft man zunächst auswärts auf den 1. DSC Hannover und den Aufsteiger BC SB Horst-Emscher.

Michael Schnabel

Die 2. Snookermannschaft ist als Meister der Oberliga Baden-Württemberg in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Auch hier werden die bewährten Kräfte Dennis Wörthmüller, Stefan Künzl und Antonio Benvenuto weiter dabei sein. Als neuer Teamkapitän konnte Suphi Yalman vom BV Villingen-Schwenningen verpflichtet werden. Die Mannschaft will jedoch vor allem auf junge Spieler setzen, weshalb mit Fabian Haken eines der größten deutschen Talente nach Heilbronn geholt werden konnte. Damit stehen der Deutsche Jugendmeister 2017 (Fabian Haken), der Deutsche Jugendmeister 2018 (Germanos Nestoridis) und der Deutsche Jugendvizemeister 2017 (Luis Chacon) in einem gemeinsamen Team. Zum Auftakt spielt man zuhause gegen den 1.SC Breakers Rüsselsheim und den 1. SC Schwalbach.

Fabian Haken

Die 1. Dreibandmannschaft geht die Herausforderung 2. Bundesliga mit einem völlig neuen Team an. Für die Spitzenposition konnte der starke Cetin Duran (BC Stuttgart) geholt werden, sodass Ismail Inal an Brett 2 zum Einsatz kommen wird. Serkan Aktas (BC Stuttgart), Hans Peter (Mannheimer BF), Frank Haberzettl, Helmut Hetsch und Michael Siber komplettieren das Team. Zu Beginn treten der BC Osterhofen und der BC München II im Billardzentrum am Pfühlpark an.

Cetin Duran

SNOOKER: TSG wird Bundesliga Vizemeister

Das Snookerteam der TSG Heilbronn hat die erste Saison in der 1. Bundesliga mit der Vizemeisterschaft abgeschlossen. Zum Saisonende gab es in der bedeutungslosen Auswärtspartie, in der die Heilbronner ohne ihre Nummer 1 Patrick Einsle antraten, noch eine knappe 3:5-Niederlage gegen den 1. DSC Hannover.

„Am Ende sind wir mehr als zufrieden mit unserem Abschneiden und gehen erhobenen Hauptes in die Sommerpause, auch wenn der Meistertitel zum Greifen nahe war,“ sagte Teamkapitän Pedro Chacon. Die Meisterschaft holte sich der letztjährige Vizemeister vom 1. SC Mayen-Koblenz, der am letzten Spielwochenende beide Heimspiele für sich entscheiden konnte und damit bereits am Samstag alles klar machte. Mit ihren beiden belgischen Legionären und dem derzeit einzigen deutschen Profi auf der World Snooker Tour, Lukas Kleckers waren die Rheinland-Pfälzer eine Macht und holten verdient den Titel.

Die TSG konnte sich aber als erstligatauglicher Titelaspirant präsentieren, der den Kampf um die Krone lange offen hielt. „Sicher fiel die Entscheidung auch in den direkten Duellen mit Koblenz, die wir beide abgeben mussten.“ Aber nach der Saison ist vor der Saison meinte Chacon in einer Abschlussbewertung und die Vorbereitungen für die Spielzeit 2018 / 2019 laufen bereits auf Hochtouren.

Partien 13. + 14. SpieltagTabelle nach 14. Spieltag

SNOOKER: TSG vergibt Meisterschaftschance

Das Snookerteam der TSG Heilbronn hat die Chance vergeben bereits in der Premierensaison, nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga, den Titel zu holen.
Einem 8:0 gegen Snooker Ilmenau am Samstag folgte eine unglückliche 3:5-Heimniederlage im Spitzenspiel gegen den 1. SC Mayen-Koblenz.

Dabei ließen nicht nur die aktuellen Trainingsleistungen der Heilbronner Mannen, sondern auch der Auftritt gegen den Tabellenletzten aus Ilmenau am Samstag hoffen. Dem Deutschen Meister Richard Wienold gelang mit 111 Punkten das erste Century-Break in einem offiziellen Spiel und die gesamte Mannschaft gab am Ende nur zwei Frames ab, da sechs von acht Partien mit dem optimalen Ergebnis von 3:0 gewonnen wurden. Daraus resultierte ein überzeugendes 8:0.

Richard Wienold

Richard Wienold

Umso selbstbewusster startete das Team dann am Sonntag – weiterhin als Tabellenführer – gegen den Zweiten aus Mayen. Und die mit ihren beiden belgischen Legionären angereisten Rheinland-Pfälzer bekamen dies auch gleich zu spüren. Soner Sari zeigte abermals eine Glanzleistung gegen Miro Popovic, dem er beim 3:0 keine Chance ließ und dabei den Eindruck vermittelte an diesem Wochenende keinen Frame verlieren zu können. Zwar musste Wienold seine Partie gegen den starken Belgier Kristof Vermeiren 1:3 abgeben, jedoch setzte sich Ismail Türker in einem sehr emotionalen Match gegen Kevin van Hove mit 3:2 durch. Dass jedoch die Heilbronner Nr. 1 Patrick Einsle gegen einen gut aufgelegten Junioren-Nationalspieler Nico Georgopoulos mit 2:3 den kürzeren ziehen würde war nicht vorher zu sehen.

Dennoch erschien das 2:2 zur Pause nicht als Beinbruch und die Zuversicht stieg weiter an, als Wienold dank eines weiteren Century-Breaks von 105 Punkten ein klares 3:0 gegen Popovic erzielte und die TSG mit 3:2 in Führung brachte. Als zeitgleich Türker gegen Georgopoulos 2:0 führte und die Partie Einsle gegen van Hove 1:1 stand hätten viele im Billardzentrum am Pfühlpark auf einen Sieg im Spitzenspiel und die erste deutsche Meisterschaft gewettet. Doch dann riss bei der gesamten Mannschaft der Faden. Der bis dahin souveräne Sari verlor sang und klanglos 0:3 gegen Vermeiren, der sein Programm routiniert herunter spulte und Türker lies den Youngster in Mayener Reihen gewähren und gab die folgenden drei Frames hintereinander ab. So wurde aus einem aussichtsreichen 3:2 ein 3:4-Rückstand. Zwar konnte Einsle seine Partie mit einer kämpferischen Einstellung zum 2:2 ausgleichen, geriet jedoch im Decider schnell deutlich in Rückstand. Als ihm dann gegen Ende die erforderlichen Snooker nicht gelingen wollten, ging auch diese Partie zum Endstand von 3:5 verloren.

Damit waren nicht nur die Tabellenführung, sondern auch alle realistischen Chancen auf die Meisterschaft am Horizont verschwunden. Der 1. SC Mayen-Koblenz liegt nun zwei Punkte in Front und darf, einen Heilbronner Auswärtssieg in Hannover vorausgesetzt, aus seinen beiden letzten Heimspielen gegen Essen und Aachen nur einen Punkt holen. Dies erscheint nach dem heutigen Auftritt kaum denkbar …

Partien 11. + 12. SpieltagTabelle nach 12. Spieltag

SNOOKER: Showdown in der 1. Snooker-Bundesliga

Am kommenden Wochenende trägt die 1. Snookermannschaft der TSG Heilbronn ihre letzten beiden Heimspiele der laufenden Bundesliga-Saison im „Billardzentrum am Pfühlpark“ aus.

Während am Samstag um 14:00 Uhr ein klarer Sieg gegen den Tabellenletzten aus Ilmenau erwartet werden darf, kommt es am Sonntag um 11:00 Uhr zum Showdown um die Meisterschaft, wenn der Tabellenzweite aus Mayen-Koblenz anreist. Die Rheinland-Pfälzer, die bereits in der letzten Saison das Nachsehen im Titelkampf gegenüber dem Meister BC Stuttgart hatten, möchten nicht erneut mit Silber dekoriert werden. Sie werden daher mit ihrer Topmannschaft erwartet, einschließlich Lukas Kleckers, derzeit der einzige deutsche Profi auf der World Snooker Tour.

Momentan liegt die TSG zwar noch an der Tabellenspitze, einen Punkt vor Mayen, hat jedoch ein Spiel mehr, sodass man nur bei einem Heimsieg im direkten Duell die Trümpfe in der Hand behält. Das Hinspiel in der Vorrunde endete 2:6, weshalb es noch eine Scharte auszuwetzen gilt. Ob man bereits die Premierensaison mit dem Meistertitel krönen kann wird nun am Wochenende vorentschieden …

SNOOKER: TSG wieder an der Bundesliga-Tabellenspitze

Das Bundesligateam der TSG Heilbronn hat sich die Tabellenführung der 1. Snooker Bundesliga zurückerobert. Einem 7:1-Kantersieg beim Aachener Snookerclub am Samstag folgte am Sonntag ein 4:4-Unentschieden gegen die starken Gastgeber des SC 147 Essen.

In Aachen ließ man von Beginn an keine Zweifel daran aufkommen wer das Spiel gewinnen würde. Zur Halbzeit stand es bereits 4:0 für Heilbronn, nachdem Ismail Türker dem starken Aachener Omar Alkojah die erste Saisonniederlage beigebracht hatte. In der zweiten Runde musste dann lediglich Patrick Einsle beim 2:3 Alkojah die Punkte überlassen, während Türker, Richard Wienold und Soner Sari ihre Partien jeweils glatt mit 3:0 gewannen.

Omar Alkojah

Omar Alkojah

Am Sonntag in Essen dann jedoch ein ganz anderes Bild. Die Gastgeber hatten am Vortag den amtierenden deutschen Meister BC Stuttgart 5:3 geschlagen und damit, bei einem Sieg gegen Heilbronn, wieder alle Chancen ins Meisterschaftsrennen einzugreifen. Entsprechend motiviert gingen sie zu Werke. Zwar konnte Einsle gegen den Belgier Steve Lambrechts in Rekordzeit 3:0 gewinnen, jedoch mussten sowohl Richard Wienold (gegen Roman Dietzel), als auch Ismail Türker (gegen Jan Eisenstein) jeweils beim Stand von 2:2 in den Decider und beide unterlagen 2:3. Nachdem auch Soner Sari gegen den Niederländer Roy Stolk unterlegen war stand es zur Halbzeit 1:3. Zwar schaffte Wienold nach der Pause mit einem 3:0 gegen Eisenstein den Anschluss, jedoch verlor Türker auch sein 2. Match erneut knapp mit 2:3. Somit war beim Stand von 2:4 nur noch ein Unentschieden möglich, dass jedoch für die Meisterschaftsentscheidung eine enorme Bedeutung haben würde. Daher waren stahlharte Nerven gefragt, als es in den Partien von Einsle gegen Stolk und Sari gegen Lambrechts jeweils 2:2 stand. Und beide zeigten sich dieser mentalen Herausforderung gewachsen, siegten jeweils 3:2 und sicherten so das 4:4-Unentschieden. Ein Punktgewinn, der gleichzeitig auch die Tabellenführung bedeutet. Doch die Entscheidung um den Titel ist noch nicht gefallen.

Partien 9. + 10. SpieltagTabelle nach 10. Spieltag

SNOOKER: Bundesligateam 3:5 und 6:2 gegen Meister Stuttgart

Das Erstligateam der TSG Heilbronn musste am Wochenende gleich beide Saisonspiele gegen den amtierenden deutschen Meister BC Stuttgart absolvieren.

Am Samstag stand zunächst der Hinrundenabschluss in Stuttgart an. Und dass die Landeshauptstädter uns nicht mehr unterschätzen würden konnte man daran ablesen, dass sie alles aufboten, was ihr Kader hergibt. Zuvorderst den eigens aus England eingeflogenen Robbie James, der in den letzten beiden Jahren von 51 Saisonpartien eine einzige abgeben musste und dadurch maßgeblich für den Titelgewinn in der letzten Saison verantwortlich zeichnete. Daneben der österreichische Staatsmeister Andreas Ploner, sowie Umut Dikme und Kevin Malz. Aber auch unser Team konnte mit Patrick Einsle, Soner Sari, Ismail Türker und Richard Wienold in Bestbesetzung antreten. Dennoch kamen wir früh ins Hintertreffen, nachdem Sari (gegen Dikme), Wienold (gegen Ploner) und Türker (gegen James) jeweils 0:3 verloren. Lediglich Einsle konnte die 1. Runde (3:1 gegen Malz) erfolgreich gestalten. Nach der Pause keimte Hoffnung auf, nachdem Soner Sari (gegen Ploner) und Richard Wienold (gegen Dikme) jeweils 3:1 gewinnen konnten. Als dann jedoch Ismail Türker auch gegen Kevin Malz das Nachsehen hatte, war nur noch ein Unentschieden möglich. Und Patrick Einsle war kurz davor den notwendigen Sieg gegen Robbie James beizusteuern, als er im Decider auf die Farben nur noch grün lochen musste. Doch er scheiterte und der Engländer räumte den Tisch zum 3:2 ab, wodurch die knappe 3:5-Niederlage besiegelt war.

Richard Wienold

Richard Wienold

Am Sonntag kam es dann beim Rückrundenauftakt zur Revanche auf den Tischen im Billardzentrum am Pfühlpark. Und unser bis in die Zehenspitzen motiviertes Team setzte gleich ein Zeichen der Stärke. Zwar unterlag Ismail Türker gegen Robbie James mit 1:3, jedoch setzten sich Einsle (gegen Ploner) und Sari (gegen Malz) durch. Und als dann der deutsche Meister Richard Wienold ein 0:2 gegen Dikme nervenstark  in ein 3:2 verwandelte, lagen wir zur Halbzeit 3:1 in Front. So waren nach der Pause nur noch zwei Partiesiege zum Mannschaftserfolg erforderlich und Patrick und Soner lieferten diese im Gleichschritt (jeweils 3:0) ab. Damit stand es frühzeitig 5:1 und die Niederlage von Ismail gegen Umut Dikme war zu verschmerzen. Den letzten Glanzpunkt setzte dann Richard, der Robbie James mit 3:2 die erste Saisonniederlage beibrachte. Am Ende ein hochverdientes 6:2 gegen den amtierenden deutschen Meister BC Stuttgart.

Partien 7. + 8. SpieltagTabelle nach 8. Spieltag

Dass man aufgrund des Doppelsieges von Koblenz gegen Ilmenau die Tabellenführung (bei Punktegleichheit wegen des schlechteren Partieverhältnisses) wieder abgeben musste war zu verschmerzen, zumal die Mayener noch in Heilbronn und auch in Stuttgart antreten müssen.

SNOOKER: TSG holt auch 2017 den Bundes-Pokal

Die TSG Heilbronn ist auch 2017 Pokalsieger und hat damit den Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Im Finale der Bundesmannschaftsmeisterschaft in Wuppertal konnte sich das Team in der Besetzung Patrick Einsle, Soner Sari und Ismail Türker – wie auch bereits 2016 – gegen den SC 147 Essen durchsetzen.

Pokalsieger 2017v.l. Soner Sari, Ismail Türker, Patrick Einsle

Pokalsieger 2017
v.l. Soner Sari, Ismail Türker, Patrick Einsle

Diesmal war der 5:3-Erfolg, nach zwischenzeitlichem 3:3, zwar eine etwas knappere Angelegenheit. Jedoch waren auch die Vorzeichen andere, denn die Heilbronner Erfolgsmannschaft reiste nicht nur als Titelverteidiger, sondern auch als aktueller Tabellenführer der 1. Snooker-Bundesliga zum Finale der besten zwölf Mannschaften. Dort wurde sie aber den hohen Erwartungen vollauf gerecht.

Hier geht’s zum Bericht der DBU.

SNOOKER: TSG Heilbronn erobert Tabellenspitze der 1. Snooker Bundesliga

Das Snookerteam der TSG Heilbronn hat sich am 6. Spieltag der 1. Bundesliga an die Tabellenspitze gesetzt. In einer spannenden und hochklassigen Heimbegegnung gegen den 1. DSC Hannover gelang ein 5:3-Erfolg. Dabei stand die Partie bereits von vornherein unter besonderen Vorzeichen. So hatte man vor Saisonbeginn einen Dreikampf um die Meisterschaft zwischen dem Titelverteidiger BC Stuttgart, dem Vizemeister 1. SC Mayen-Koblenz und dem Aufsteiger aus Heilbronn erwartet. Als jedoch nach dem ersten Spielwochenende die Mannschaft der Snookerfabrik Berlin abmelden musste und plötzlich einer der besten deutschen Spieler, Simon Lichtenberg ohne Verein dastand, wurde dem Nationalspieler eine Sondergenehmigung zum unterjährigen Vereinswechsel erteilt, sodass er nunmehr für Hannover ans Brett gehen kann, was die Niedersachsen über Nacht  in den Kreis der Meisterschaftsaspiranten hievte. Dies stellten sie beim Samstagsspiel in Stuttgart auch gleich unter Beweis, wo ihnen ein spektakulärer 6:2-Auswärtssieg gelang. Gestärkt mit diesem Vorergebnis reisten sie dann am Sonntag in die Käthchenstadt. Und Lichtenberg demonstrierte seine Stärke auch gleich in seiner Begegnung gegen die Heilbronner Nr. 1 Patrick Einsle, dem eigentlich nur wenige Fehler unterliefen, die jedoch vom Neuhannoveraner beim glatten 3:0 gnadenlos bestraft wurden. Doch auch der frischgebackene deutsche Meister in Reihen der TSG, Richard Wienold ließ seinem Gegner Felix Frede mit ebenfalls 3:0 keine Chance. Und da auch Ismail Türker – gegen Phil Barnes – und Soner Sari – gegen Christoph Gawlytta – zwar das zwischenzeitliche 2:2 hinnehmen mussten, beide jedoch nervenstark ihre Decider zum jeweiligen 3:2 gewannen, lag die TSG zur Halbzeit 3:1 in Front.

Ismail Türker

Ismail Türker

Nach der Pause zeigte Einsle dann in einer Blitzpartie seine ganze Stärke und schoss Gawlytta in Rekordzeit 3:0 ab, sodass das Unentschieden bereits gesichert war. Zwar musste Wienold gegen Barnes nach langer Zeit wieder einmal eine Niederlage hinnehmen und konnte sich Sari gegen Lichtenberg trotz starker Leistung (Highbreak 105) beim 2:3 nicht durchsetzen, doch gelang Ismail Türker in einer hin und her wogenden Partie gegen Frede der Schlusspunkt, als er dem Niedersachsen mit einem großartigen Snooker gegen Ende des 4. Frames den Zahn zog und 3:1 siegte. „Ismails mentale Stärke hat uns heute den Sieg gebracht“, resümierte Teammanager Pedro Chacon am Ende.

Dieser 5:3-Heimerfolg und die damit verbundenen drei Punkte brachten der TSG, Dank der beiden Unentschieden des 1. SC Mayen-Koblenz in Essen und Aachen, nun die verdiente Tabellenführung.

Partien 5. + 6. SpieltagTabelle nach 6. Spieltag neu

SNOOKER: Drei Punkte aus erstem Bundesliga-Auswärtswochenende

Das Snookerteam der TSG Heilbronn musste am ersten Auswärtswochenende einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Nach vier Spieltagen steht man nun, einen Punkt hinter Meister BC Stuttgart, auf Rang zwei der Bundesligatabelle.

Zwar gelang es am Samstag gegen den Snookerclub Ilmenau einen ungefährdeten 7:1-Auswärtssieg zu landen. Dem folgte am Sonntag jedoch eine 2:6-Niederlage beim Vizemeister 1. SC Mayen-Koblenz.

Soner Sari

Soner Sari

Gegen die Thüringer Gastgeber reichte am Samstag bereits eine durchschnittliche Leistung. Teamchef Pedro Chacon konnte dabei auf Ismail Türker verzichten und brachte Antonio Benvenuto zum Einsatz, der zwar eine Partie abgeben musste, was jedoch angesichts der Überlegenheit seiner Mannschaftskameraden (4 Spiele konnten jeweils 3:0 gewonnen werden) nicht ins Gewicht viel.

Am Sonntag kam es dann zum Aufeinandertreffen mit dem Titelaspiranten Nummer 1 aus Koblenz. Die Rheinland-Pfälzer haben sich zur neuen Saison nochmals verstärkt. Dem einzigen Deutschen Snooker-Profi Lukas Kleckers, der auf der Main-Tour der Professionals jüngst durch einen Sieg gegen Weltmeister Neil Robertson (live auf Eurosport) für Furore sorgte, wurde neben dem Belgier Kevin van Hove-Speltincx mit Kristof Vermeiren noch ein weiterer belgischer Topspieler zur Seite gestellt. „An der Mosel will man den Titel mit aller Macht, nachdem man in der letzten Saison gegen Stuttgart den Kürzeren gezogen hat“ war sich Chacon der Aufgabe bewusst. Obwohl nun auch Türker mit an Bord war, ging bereits die 1. Runde mit 0:4 an die Gastgeber, zumal auch die Heilbronner Nummer 1 Patrick Einsle gegen Hove-Speltincx mit 2:3 unterlag. Die 2. Runde begann dann zwar verheißungsvoll, nachdem Einsle Neuprofi Kleckers mit einem Break von 137 im 2. Frame die Grenzen aufzeigte und letztlich souverän mit 3:0 gewann. Zu diesem Zeitpunkt lagen auch Türker gegen Hove-Speltincx, Soner Sari gegen Vermeiren und Richard Wienold gegen Daniel Dück gut im Rennen. Ein Unentschieden war also möglich. Doch letztlich konnte nur Wienold seine Partie erfolgreich zu Ende bringen, während Türker und Sari jeweils 1:3 unterlagen. „Insgesamt wäre trotz der Klasse der Gastgeber mehr drin gewesen“, meinte Teamchef Chacon am Ende. „Aber die Niederlage ist letztlich kein Beinbruch“. Die Saison ist noch lang.

Partien 3. + 4. Spieltag

Tabelle nach 4. Spieltag