SNOOKER: Bundesligateams verteidigen Tabellenführung

Auch nach dem zweiten Spielwochenende der 1. und 2. Bundesliga Snooker liegen die Teams der TSG Heilbronn jeweils an der Spitze.

Die 1. Mannschaft hatte in der 1. Bundesliga ihre ersten Heimspiele.

Am Samstag war zunächst der SC 147 Essen zu Gast.
Und dass sich das Team aus dem Ruhrgebiet einiges vorgenommen hatte, konnte man bereits an der Aufstellung ablesen. In Bestbesetzung mit dem Niederländer Roy Stolk und dem Belgier Jeff Jacobs war man angereist und erwies so dem Gastgeber den verdienten Respekt. Aber auch die TSG hatte alle Mann an Bord und so ergab sich gleich eine hochklassige erste Runde, in welcher der Heilbronner Neuzugang Michael Schnabel dem Deutschen Meister 2014 Roman Dietzel beim glatten 3:0 keine Chance ließ. Jedoch musste Richard Wienold trotz 2:1-Führung seine Partie gegen Stolk genauso abgeben, wie Patrick Einsle gegen Jacobs. Dafür zeigte Soner Sari, der am ersten Spielwochenende noch nicht zu überzeugen wusste, diesmal seine Schokoladenseite. In einer hochklassigen Partie fuhr er einen sicheren 3:1-Sieg gegen Sascha Breuer ein. Damit stand es zur Halbzeit 2:2.

Soner Sari

In der zweiten Runde musste sich dann auch Michael Schnabel nach bravouröser Aufholjagd im Decider mit 2:3 Roy Stolk geschlagen geben. Gleichzeitig siegten Einsle gegen Breuer und Sari gegen Jacobs jeweils klar. So kam es auf den Youngster im Team, den erst 20-jährigen, gleichwohl amtierenden Deutschen Meister der Herren Richard Wienold an, der jedoch gegen Roman Dietzel 0:2 zurücklag. In solchen Situationen zeigen sich wahre Champions. Richard holte die nächsten drei Frames in Folge, gewann die Partie mit 3:2 und sicherte damit den so wichtigen 5:3-Mannschaftssieg. „Ein erstklassiger Sari und ein kämpfender Wienold waren heute unsere Matchwinner“ resümierte der Heilbronner Teammanager Pedro Chacon.

Am Sonntag gab es dann einen klaren 7:1-Sieg gegen den Aachener Snookerclub, der jedoch ohne seinen Spitzenspieler Omar Alkojah angereist war. Lediglich Soner Sari musste gegen Eugen Biedlingmaier seine Partie knapp mit 2:3 abgeben. Die restlichen Partien gingen jeweils klar an überlegen und souverän agierende Heilbronner.

Diese 6 Punkte sorgen dafür, dass das TSG-Team auch weiter – punktgleich mit dem Meister 1. SC Mayen-Koblenz – an der Tabellenspitze der 1. Bundesliga steht.

Die 2. Mannschaft musste am Samstag zunächst bei der DJK Offenburg antreten. Auch hier traf man – mittlerweile scheinbar ein Heilbronner Fluch – auf Gastgeber in Bestbesetzung. Doch insbesondere die Heilbronner Jugendspieler Germanos Nestoridis und Fabian Haken sind aktuell eine Bank. Und auch diesmal siegten beide in der erste Runde jeweils deutlich, wie auch Dennis Wörthmüller. Zur Halbzeit somit eine beruhigende 3:1-Führung.

In der zweiten Runde konnte jedoch nur noch Germanos Nestoridis seinen zweiten Sieg einfahren, während der Rest des Teams den möglichen Mannschafts-Sieg vergab. „Wir sind aber dennoch zufrieden mit diesem Auswärtspunkt gegen starke Offenburger“ erklärte Kapitän Suphi Yalman nach dem Spiel.

Germanos Nestoridis

Am Sonntag kam es dann zum Spitzenspiel der gemeinsamen Tabellenführer Heilbronn und Karlsruhe. Eine Begegnung mit besonderer Brisanz, da der C-Kader-Bundestrainer Frank Schröder in der 2. Bundesliga für den SC 147 Karlsruhe spielt und auf seine Kader-Schützlinge Nestoridis und Haken traf. Und erneut waren es genau diese beiden, die das Heilbronner Team zum Halbzeitstand von 2:2 auf Kurs hielten. Dabei gelang Fabian gerade gegen Schröder ein schöner 3:2-Sieg.

In der zweiten Runde ließ Germanos Nestoridis dann Ralf Dahn beim glatten 3:0 keine Chance und auch Fabian Haken und Suphi Yalman siegten jeweils 3:1, was den 5:3-Mannschaftssieg und die alleinige Tabellenführung der 2. Bundesliga bedeutet. Da konnte es Dennis Wörthmüller verschmerzen, dass er an diesem Tag auch sein 2. Spiel erneut denkbar knapp mit 2:3 abgeben musste. Kleines Schmankerl zum Schluss: In der Rangliste der 2. Bundesliga gibt es aktuell nur einen Spieler mit weißer Weste bei 8:0 Siegen: GERMANOS NESTORIDIS