Am vorletzten Wochenende im Juni standen wieder einmal die Deutschen Meisterschaften im Snooker 6-Reds an, die zum dritten Mal in Folge im Billardzentrum der TSG am Pfühlpark in Heilbronn ausgetragen wurden.

Die DBU hatte erfreulicherweise ihren Vizepräsidenten Christian Deck als Turnierleiter entsandt, der die Veranstaltung professionell leitete.

Neben Pedro Chacon stand vor allem der zweite Heilbronner Starter Richard Wienold im Fokus, der als amtierender Deutscher Meister im 15-Reds antrat, um wie schon 2022 auch in der Disziplin mit nur sechs Roten den Titel zu holen.

Dass ihm dies am Ende gelang, war bei Leibe kein Selbstläufer. Zwar konnte er sich sowohl in der Gruppenphase, als auch vom Achtel- bis zum Halbfinale jeweils souverän durchsetzen. Im Finale gegen Luca Kaufmann von der TSG Roth lag er jedoch plötzlich mit 2:4 im Hintertreffen und sein Gegner war drauf und dran beim Best-of-9 den Siegframe einzufahren, verschoss jedoch die letzte Rote.

Diesen kleinen Fehler nutzte Wienold und holte sich nicht nur diesen, sondern auch die beiden folgenden Frames zum 5:4-Finalsieg.

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v.l. Richard Wienold, Luca Kaufmann, Miro Popovic, Suphi Yalman

Kaum eine Woche später traf sich die Snookerelite dann erneut in Heilbronn, um den 5. und letzten Grand Prix der Saison auszuspielen.
Neben den deutschen Nationalspielern Felix Frede, Robin Otto, Alexander Widau und Fabian Haken fanden sich unter den 50 Startern auch Ex-Profi Lukas Kleckers und der österreichische U21-Weltmeister Florian Nüßle.

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Lukas Kleckers

Und wieder konnte Wienold auch in der klassischen Snookerspielart mit 15 Roten überzeugen.
Von der Gruppenphase bis zum Finale erzielte er jeweils klare Siege; lediglich im Achtelfinale gegen Sascha Breuer war es beim 3:2 etwas enger.

Nachdem Nüßle sein Halbfinale gegen Kleckers mit 3:2 gewinnen konnte, stand dem Mann aus Graz nun der deutsche Meister gegenüber.
Und dieser war es dann auch, dem das erstaunliche gelang; mit 3:2 holte sich Wienold den zweiten Titel innerhalb von einer Woche; eine herausragende Leistung.

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Florian Nüßle

Damit hat der Heilbronner Ingenieur – nach seiner Entscheidung gegen eine Profikarriere – einmal mehr gezeigt, dass er auf Amateurebene das Maß aller Dinge ist.

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Richard Wienold