Night-Café- und Saturday-Night-Turniere bei angenehmen Temperaturen
Die TSG ist im Sommer ein „heiß“ begehrter Turnierausrichter.
Wenn im Außenbereich Temperaturen um 40°C herrschen, ist das Billardzentrum am Pfühlpark perfekt klimatisiert.
So verwundert es nicht, dass sich auch in der Urlaubszeit einige Billardsportler zu den Events in Heilbronn einfinden.
Das Dreiband-Turnier der Night-Café-Serie wurde diesmal wieder von einem Vertreter des Gastgebers gewonnen.
Frank Haberzettl konnte sich im Finale gegen den Nürtinger Halil Seker durchsetzen und erstmals ein Event der Serie gewinnen.
Entscheidend war, dass er ab dem Viertelfinale alle Partien von vorn gestalten konnte und gegen seinen Vereinskameraden Vanhy Trang, den Stuttgarter Ilhan Simsek und seinen Finalgegner Seker zu keinem Zeitpunkt in Rückstand geriet.

v.l. Seker, Haberzettl, Simsek
Das Snooker-Turnier der Saturday-Night-Serie konnte mit Kadir Anil ebenfalls ein Heilbronner gewinnen.
Im Finale gelang ihm gegen seinen Vereinskameraden Dejan Nedic das Turnier-Highbreak von 36 Punkten.

v.l. Anil, Nedic
Dritter wurde Frank Rapior, der im Halbfinale Nedic unterlag und das „kleine Finale“ gegen Bernd Englert für sich entscheiden konnte.

v.l. Englert, Rapior
Trainingsauftakt zur neuen Bundesligasaison
Die Snookermannschaft der TSG Heilbronn ist in die Vorbereitung zur neuen Saison in der 1. Bundesliga gestartet.
Das neuformierte Team traf sich zu einem Trainingswochenende von Freitag bis Montag.
An den vier Tagen stand ein intensives Programm auf dem Plan.

Den Verantwortlichen der TSG ist es gelungen die Mannschaft um Kapitän Richard Wienold weiter zu verstärken.
Neben dem mehrfachen österreichischen Staatsmeister Florian Nüßle, der seit einem Jahr als Profi auf der World Snooker Tour unterwegs ist und die Saison 2025/2026 als Nr. 79 der Weltrangliste abschließen konnte, sind auch der Ukrainer Denys Khmelevskyi und Michael Schnabel wieder dabei.
Neu hinzugekommen ist der deutsche Jugendmeister Paul Jeroch. Der 17-Jährige ist vom Ligakonkurrenten 1. BC Selb nach Heilbronn gewechselt. Ferner wird der 19-jährige Maksim Kostov das Team in der neuen Saison verstärken.
Der Bulgare konnte 2023 die Silbermedaille bei den U-16-Europameisterchaften erringen.
Reaktiviert wurde Soner Sari, der mit der TSG den letzten Meistertitel 2022 feierte.
Zuletzt ist Thomas Ruppel aus der 2. Mannschaft nach oben aufgerückt.
Das Trainingswochenende begann gleich mit einem Paukenschlag. Florian Nüßle gelang das erste Maximum-Break von 147 Punkten, das jemals auf einem der Heilbronner Tische gespielt wurde. Die Daten wurden natürlich sofort auf der Bande des Tisches verewigt.
Und auch allen anderen zeigten ein gutes Niveau in dieser Frühphase der Saisonvorbereitung.
Als Saisonziel hat sich die Mannschaft mindestens Platz 3 gesetzt, da die Hauptkonkurrenten aus Koblenz und Oberhausen erneut mit starken Teams, gespickt mit ausländischen Profis, erwartet werden.
Nach Einschätzung von Team-Kapitän Wienold wird der Saisonauftakt bereits eine Weichenstellung bewirken.
Die TSG empfängt am 26. und 27. September mit dem SC 147 Essen und dem BC Oberhausen gleich zwei Hochkaräter im Billardzentrum am Pfühlpark.
Snooker-Mannschaftsweltmeisterschaft 2026 in China
Vom 16. bis 19. Juni 2026 findet in China die World Team Snooker Championship statt.
Die Millionen-Metropole Dongguan wird als Ausrichter die insgesamt 24 qualifizierten Mannschaften willkommen heißen.
Die DBU hat für das deutsche Team den Heilbronner Richard Wienold und den in der Bundesliga für Meister Mayen-Koblenz spielenden Berliner Simon Lichtenberg nominiert.
Dem Siegerteam winkt – neben dem Titel – ein Preisgeld von 20.000,- US-Dollar.
Wienold erneut Deutscher Meister im Snooker 6-Reds
Richard Wienold ist der Titelhattrick gelungen. Der Heilbronner setzte sich auch bei der Deutschen Meisterschaft 2026 im Snooker 6-Reds und damit nach 2022, 2024 und 2025 zum dritten Mal in Folge und insgesamt zum vierten Mal die Krone auf.
In der neu eröffneten Snooker Arena Germany in Oberhausen waren insgesamt 37 Sportler angetreten.
In der Gruppenphase gelang dem TSG-Akteur das Kunststück alle Partien ohne Frameverlust jeweils zu Null zu gewinnen. Gleiches gelang ihm dann auch im Achtelfinale gegen Dennis Rothaug vom BV Villingen-Schwenningen und im Viertelfinale gegen den Oberhausener Daniel Sciborski.
Erst im Halbfinale gegen Ammar Al-Ani musste Wienold beim 4:2 die ersten Frames abgeben.
Das Finale gegen den Dresdner Daniel Schneider war mit 5:2 ebenfalls eine klare Sache. Hier gelang dem Heilbronner mit 70 Punkten auch das höchste Breaks des Turniers.
SNOOKER: TSG beendet Bundesliga-Saison auf Platz 5
Das Team der TSG Heilbronn beendet eine schwierige Saison auf dem fünften Platz.
Bis zuletzt konnte man sich noch Hoffnung auf den Bronze-Rang machen und zum Beginn des letzten Spieltagswochenendes sah es auch danach aus.
Am Samstag startete man in der Besetzung Oktay Yildiz, Thomas Moser, Florian Nüßle und Teamkapitän Richard Wienold mit einem starken 7:1 perfekt in das Wochenende.
Gegner war dabei kein Geringerer als der vor dem Wochenende Drittplatzierte SC 147 Essen.
Allerdings erforderte die Tabellensituation auch am Sonntag einen Sieg des TSG-Teams, um den dritten Platz in der Abschlussrangliste zu erreichen. Und am Sonntag begrüßten die Spieler der TSG keinen geringeren als den frisch gebackenen Bundesliga-Vizemeister vom BC Oberhausen.
Dieser hatte am Samstag das entscheidende Spiel um die Meisterschaft beim 1. SC Mayen-Koblenz noch verloren, trat jedoch mit einer Weltklasse-Besetzung auch am Sonntag an.
Somit war von vornherein schon klar, dass die Aufgabe sehr schwierig werden würde, und dementsprechend stark spielten die Oberhausener auch auf und lediglich Nüßle und Wienold konnten ihre eigene Klasse zeigen und jeweils einen Sieg beisteuern.
Nüßle spielte dabei auch ein sehenswertes 110er-Break.
In Summe ging das Spiel jedoch mit 6:2 an den BC Oberhausen, wodurch das TSG-Team nicht nur den dritten Platz verpasste, sondern auch noch vom SC Hamburg überholt wurde, und somit am Ende einen soliden fünften Platz belegte.
Nach einer durchwachsenen Saison mit personellen und finanziellen Schwierigkeiten kann man jedoch insgesamt mit dem fünften Platz zufrieden sein und mit Optimismus auf die kommende Saison schauen, in der man sich in beiden Aspekten verstärkt aufstellt.
Zur Abschlusstabelle geht es hier.




