Lukas Kleckers hat das Finalturnier der German Snooker Tour 2022/2023 für sich entschieden. Der 27-jährige World-Tour-Profi setzte sich im Finale gegen den Heilbronner Lokalmatador Richard Wienold mit 2:0 durch, nachdem sich die Kontrahenten wegen bereits vorangeschrittener Uhrzeit auf eine Spielverkürzung geeinigt hatten.
Der Essener ging als Favorit in das Turnier und wurde dieser Rolle mit einem souveränen Auftritt auch gerecht. In seinen sechs Begegnungen gab er insgesamt nur sechs Frames ab. Lediglich im Halbfinale gegen den starken Ex-Heilbronner Ismail Türker musste er über die volle Distanz, um sich im Decider mit 4:3 durchzusetzen.
Wienold kam durch die ersten Runden ebenfalls mit glatten Siegen, wäre aber dann beinahe bereits im Achtelfinale am Deutschen Juniorenmeister Fabian Haken gescheitert, gegen den er 2:3 zurücklag. Doch dank einer Energieleistung konnte er ausgleichen und den Decider mit einem 62er-Break für sich entscheiden.
Im Viertelfinale schlug er dann den Deutschen Meister der Herren Ü40 Miro Popovic deutlich mit 4:1. Als Wienold das Halbfinale gegen Alexander Widau, der im Juni in Heilbronn Deutscher Meister der Herren 6-Reds geworden war, glatt mit 4:0 für sich entscheiden konnte, während sich Kleckers in seinem Halbfinale extrem schwer getan hatte, keimte Hoffnung auf, dass der Essener Profi im Finale das Nachsehen haben könnte. Doch im vereinbarten Modus Best-of-Three war dann die Entscheidung schnell gefallen. Am Ende konnten die beiden immerhin insgesamt 3.500,- € des Gesamtpreisgeldes von knapp 10.000,- € untereinander aufteilen.

Finalisten
Von den weiteren Heilbronner Startern schieden Pedro Chacon, Frank Rapior, Soner Sari und Bernd Strnad bereits in der ersten Runde aus. Thomas Moser und Suphi Yalman kamen zumindest eine Runde weiter. Jürgen Kesseler gelang der Einzug ins Viertelfinale, wo er Turniersieger Kleckers jedoch mit 0:4 unterlag.
Eine besondere Erwähnung verdient haben auch die beiden ukrainischen Jugendlichen George Petrunko (15 Jahre) und Michael Larkov (14 Jahre), die seit Ausbruch des Krieges in ihrem Heimatland in Deutschland leben und trainieren. Larkov musste gleich in der ersten Runde gegen Kleckers antreten und rang ihm, beim 2:4, zwei Frames ab. Petrunko schaltete Nationalspieler Robin Otto mit 4:1 aus, drang bis ins Achtelfinale vor und musste sich dort ebenfalls Kleckers beugen.
Die Ergebnisse gibt es hier.
