Snooker: Bundesliga-Rückrundenauftakt mit zwei Siegen

Das Snooker-Team der TSG Heilbronn ist erfolgreich in die Rückrunde der 1. Bundesliga gestartet. Beide Partien gegen den Reisepartner BC Stuttgart konnten deutlich gewonnen werden.
Am Samstag stand zunächst das Heimspiel im Billardzentrum am Pfühlpark an. Die TSG-Akteure waren sich bewusst, dass im weiterhin die Bundesliga dominierenden Fernduell mit dem 1. SC Mayen-Koblenz jeder Punkt zählt, weshalb man entsprechend konzentriert zu Werke ging. Michael Schnabel und Omar Alkojah siegten jeweils 3:0 und auch Kapitän Richard Wienold war mit 3:1 erfolgreich. Lediglich Ismail Türker musste gegen den Stuttgarter Davut Dikme kämpfen, siegte aber 3:2, was den klaren Halbzeitstand von 4:0 bedeutete.
In der zweiten Hälfte war der Mannschaftssieg dann schnell eingefahren, nachdem Wienold, Alkojah und Schnabel auch ihre jeweils zweite Partie gewannen. Lediglich Türker tat sich erneut schwer und musste seine Partie gegen Mayank Sharma am Ende mit 2:3 abgeben. Der 7:1-Endstand erwies sich letztlich als Erfolg mit nur kleinem „Schönheitsfehler“, da es den Koblenzern bei ihrem Heimspiel gegen den SC 147 Essen nicht anders erging, die ebenfalls „nur“ 7:1 gewannen.

Umut Dikme
Beim Rückspiel am Sonntag in der Landeshauptstadt sah man sich dann einem stärkeren BC Stuttgart gegenüber, der nun auch seinen Topspieler Umut Dikme aufbieten konnte. Doch das TSG-Team gab auf diese Herausforderung eine fast schon meisterliche Antwort. Insbesondere Wienold, der sich bereits in der Vorbereitung auf die in zehn Tagen beginnende WM in Katar befindet, zeigte seine Form. Gegen einen starken Umut Dikme lag er schnell 0:2 zurück, nachdem der Stuttgarter mit Breaks von 60 und 55 glänzte und auch im dritten Frame mit einer 46 in Führung ging. Doch der Heilbronner Kapitän holte sich mit starken Safeties den Durchgang noch, konterte das 40iger-Break seines Gegners im vierten Frame mit einer sehenswerten 53iger-Clearence und entschied den Decider zum 3:2 deutlich.
Danach war die Stuttgarter Gegenwehr auf ganzer Linie gebrochen und auch Dikme fügte sich gegen Schnabel in ein weiteres 2:3. Am Ende ein klarer 8:0-Auswärtssieg, der auch nötig war, da der Konkurrent aus Koblenz sein Auswärtsspiel in Essen ebenfalls mit 8:0 gewann.
Es zeichnet sich nun immer deutlicher ab, dass die Meisterschaft tatsächlich am letzten Spieltag in Heilbronn entschieden werden könnte, wenn der 1. SC Mayen-Koblenz im Billardzentrum am Pfühlpark zu Gast sein wird. Aber bis zum Showdown am 15. Mai 2022 sind zunächst noch einige Matches zu spielen.
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Stateczny und Wienold für Weltmeisterschaft in Katar nominiert

Die Deutsche Billard Union hat die Nominierungen für die Amateur-Weltmeisterschaft 2021 bekannt gegeben.
Für Deutschland werden mit Diana Stateczny und Richard Wienold gleich zwei Sportler der TSG Heilbronn an den Start gehen.
Für Wienold, den Kapitän des TSG-Meisterteams, der bereits mehrfach an Europameisterschaften teilgenommen hat, wird es eine Premiere sein.
Er wird erstmalig die Chance erhalten, sich auf der ganz großen Bühne zu zeigen.
Die vielfache und auch aktuelle Deutsche Meisterin Stateczny, die 2019 Europameisterin wurde und für die TSG in der 2. Bundesliga spielt, trug dagegen schon dreimal bei Weltmeisterschaften der Damen (2015 in Ägypten / 2018 in Myanmar / 2019 in der Türkei) den Adler auf der Brust.
Das Corona-bedingt ins Jahr 2022 verschobene Turnier der IBSF wird vom 1. bis 11. März 2022 in Doha stattfinden.
Snooker: TSG bleibt mit zwei Auswärtssiegen an der Spitze
Das Meisterteam der TSG Heilbronn hat ein weiteres Mal die Tabellenführung in der 1. Snooker-Bundesliga verteidigt. Gegen Lübeck und Hamburg konnte man sich jeweils klar durchsetzen.
Das von den mit Abstand meisten Reisekilometern geprägte Auswärtswochenende in die beiden Hansestädte begann an der Ostsee bei einem gut aufgelegten BC Break Lübeck. In der ersten Runde mussten sich Michael Schnabel und Ismail Türker mühen ihre Partien, in denen sie beide 1:2 zurücklagen, noch 3:2 zu gewinnen, während Richard Wienold – trotz 2:1-Führung – gegen Loris Lehmann 2:3 verlor. Nur Omar Alkojah gelang ein relativ souveräner 3:1-Sieg gegen Kevin Malz.
Nachdem sich die Heilbronner dann akklimatisiert hatten, folgte eine überzeugende 2. Runde, an deren Ende ein 7:1-Auswärtssieg stand.

Michael Schnabel
Am nächsten Tag ging es dann an der Nordsee gegen den BC Hamburg, der seinen Nationalspieler Robin Otto aufbieten konnte. Doch diesmal ließen die TSG-Spieler nichts anbrennen. Lediglich Schnabel musste in seinen beiden Partien jeweils über die volle Distanz gehen, gewann aber beide 3:2. Alle anderen Matches wurden 3:0 gewonnen. Dabei konnte insbesondere Richard Wienold gegen seinen Nationalmannschaftskameraden Otto voll überzeugen. Am Ende also ein 8:0-Sieg auf fremden Tischen.
Diese beiden Siege waren erneut enorm wichtig, da sich der Titelkonkurrent 1. SC Mayen-Koblenz keine Blöße gab und mit zwei 8:0-Heimsiegen gegen Offenburg und Rüsselsheim drei Punkte hinter der TSG in Schlagdistanz bleibt.
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Dreiband: Vier Punkte gegen Regensburg
In der 2. Bundesliga standen am Wochenende der Abschluss der Hinrunde und der Rückrundenauftakt auf dem Programm. Die Saison-Reisepartner trafen jeweils zweimal aufeinander. Für die 1. Dreibandmannschaft der TSG Heilbronn standen daher gleich zwei Spiele gegen den BC Regensburg an. Die Oberpfälzer hatten bislang eine herausragende Saison mit fünf Siegen aus sechs Partien gespielt und standen auf Tabellenplatz zwei, in Schlagdistanz zum Spitzenreiter BC Nied.
Die TSG hatte am Samstag zunächst Heimrecht und es gelang ein perfekter Start. Cetin Duran gewann seine Partie gegen Roman Bachmaier und Frank Haberzettl konnte sich gegen Ivan Dmitriev durchsetzen, sodass es zur Halbzeit 4:0 für Heilbronn stand. In der zweiten Runde musste sich Mehmet Yöndem trotz starker Leistung bereits nach 26 Aufnahmen einem überlegenen Tay-Dien Truong beugen, sodass der Partie an Brett 1 zwischen Ismail Inal und Herbert „Jimmy“ Szivacz entscheidende Bedeutung zukam. In der 36. Aufnahme hatte der Heilbronner erstmals die Gelegenheit den 40. Punkt zu erzielen und das Match für die Gastgeber zu entscheiden. Doch er scheiterte bei diesem und den beiden folgenden Versuchen und der Österreicher in Diensten des BC Regensburg nutzte die Chance und verwandelte seinen ersten Matchball zum 40:39, was den 4:4-Endstand bedeutete.
Diese Punkteteilung war für die TSG umso bitterer, als bereits klar war, dass man am Sonntag in Regensburg auf Mehmet Yöndem würde verzichten müssen, während die Gastgeber sich mit Thomas Wagner nochmals verstärken würden.

Cetin Duran
So trat das Team die Reise nach Bayern mit gedämpften Erwartungen an, die auch gleich in der ersten Runde ihre Bestätigung fanden. Zwar konnte Frank Haberzettl gegen Thomas Wagner in einer zerfahrenen Partie auf frisch überzogenen Brettern ein glückliches Unentschieden erreichen. Jedoch musste der in die Mannschaft nachgerückte Serkan Aktas gegen Roman Bachmaier, der seine Vortagsniederlage gut weggesteckt hatte, bereits nach 37 Aufnahmen die Segel streichen.
So lag man zur Halbzeit mit 1:3 in Rückstand und sah sich mit den Vortagssiegern Truong und Szivacz konfrontiert. Doch ausgerechnet Truong kam auf eigenen Tischen zunächst überhaupt nicht ins Spiel und lag gegen Cetin Duran zur Halbzeit bereits deutlich zurück. Zwar gelang ihm mit einem Zwischenspurt doch noch der Ausgleich zum 31:31. Doch der Heilbronner konterte unmittelbar und siegte am Ende mit 40:33 in 38 Aufnahmen. So kam es erneut auf die Spitzenpartie zwischen Inal und Szivacz an, in der der Heilbronner lange Zeit einem Rückstand hinterherlaufen musste. Erst gegen Ende konnte er zum zwischenzeitlichen 36:32 vorbeiziehen. Doch der Konter des Regensburgers ließ nicht lange auf sich warten und plötzlich stand es 36:38. In dieser Situation konnte man Ismail anmerken, dass er nicht zweimal an einem Wochenende gegen denselben Gegner verlieren wollte. In der 37. Aufnahme zeigte er seine Nervenstärke und beendete die Partie mit einer starken Vierer-Serie. Nun waren alle Augen auf Szivacz gerichtet, der zwei Punkte im Nachstoß benötigte, um auch die Sonntagspartie mit 4:4 enden zu lassen. Doch diesmal versagten ihm die Nerven und er ließ gleich die Grundstellung aus, was einen unerwarteten 5:3-Auswärtssieg für die TSG Heilbronn bedeutete.
Wie knapp das Ganze war zeigt auch der Umstand, dass beide Teams am Ende den exakt gleichen Mannschafts-GD von 0,831 aufwiesen, während die Heilbronner beim Unentschieden am Vortag mit 0,894 zu 0,832 eigentlich vorne lagen.
Das Fazit des Wochenendes lautet, dass man gegen einen starken Gegner, der auch weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz liegt, mit vier Punkten ein großartiges Ergebnis erzielen konnte und dem Saisonziel Klassenerhalt deutlich näher gerückt ist.
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Anil gewinnt Dreikönigsturnier 2022

Kadir Anil hat das traditionelle Dreikönigsturnier der Billardabteilung der TSG Heilbronn 2022 gewonnen. Mit knappem Vorsprung konnte er sich gegen Germanos Nestoridis und Oktay Yildiz durchsetzen, die sich den zweiten Platz teilten.

Kadir Anil – Turniersieger 2022
Der 6. Januar ist seit über 20 Jahren ein Pflichttermin für jeden Heilbronner Billardsportler. Gesucht wird der beste Allrounder, der nach neun Runden Dreiband und Snooker die meisten Punkte erzielt. Dabei muss auch manch arrivierter Bundesligaakteur erkennen, dass ihm in der jeweils „anderen“ Sportart deutliche Grenzen gesetzt sind.

Ob das was wird?
Umrahmt wird das gesellige Event durch das immer gleiche kulinarische Programm: Zur Mittagszeit gibt es Weißwürste und am Abend Maultaschen. In diesem Jahr hat sich Eusevia Haberzettl um das leibliche Wohl der Turnierteilnehmer verdient gemacht.

Ratlos am Dreibandtisch
Im Jahr 2021 musste auch die Billardabteilung der Corona-Pandemie Tribut zollen und auf die Durchführung eines der Highlights des Billardjahres verzichten. Es waren sich jedoch alle einig, dass sich dies nicht wiederholen darf. Um alle Teilnehmer zu schützen, ist das Turnier mit einer verschärften Variante der 2G+-Regelung durchgeführt worden, d.h. alle Teilnehmer waren vollständig geimpft und überwiegend auch geboostert und haben sich trotzdem sämtlich vor Turnierbeginn einem Test unterzogen. So konnte der Wettbewerb in einer für alle sicheren Umgebung durchgeführt werden.
Die wichtigste Trophäe konnte sich in diesem Jahr Bernd Strnad sichern. Mit der Bestmarke von Null Punkten war er 2022 „THE LAST PIPE“.

Bernd Strnad – The Last Pipe