Die TSG Heilbronn ist mit zwei Top-Ergebnissen in die neue Bundesliga-Spielzeit gestartet.
Am Ende eines hochklassigen Wochenendes in der 1. Bundesliga Snooker standen ein 7:1-Sieg gegen Essen und ein 4:4 gegen Vizemeister Oberhausen zu Buche.
Zwar mussten die Hausherren unerwartet auf ihren Profi Florian Nüßle verzichten.
Dies stand jedoch dem klaren Auftaktsieg gegen den SC 147 Essen nicht im Wege.
Insbesondere Youngster Paul Jeroch zeigte, dass er auch im Erwachsenenbereich auf höchstem Niveau mithalten kann und gewann beide seiner Partien.

Paul Jeroch
Kapitän Richard Wienold und der zu alter Form zurückgekehrte Michael Schnabel taten es ihm gleich.
Einzig Soner Sari musste gegen den Essener Roman Dietzel eine seiner beiden Partien knapp mit 2:3 abgeben.
Am Sonntag dann das wegweisende Aufeinandertreffen mit dem Vizemeister BC Oberhausen.
Dieser war sich der Herausforderung bewusst und trat wie erwartet mit seinen starken Legionären, dem Belgier Sybren Sokolowski, dem Ukrainer Mykhailo Larkov und dem in Deutschland lebenden türkischen Nationalspieler Ismail Türker an.
Doch bereits in der ersten Runde zeigten die Heilbronner ihr Potenzial.
Erneut war es der deutsche Jugendmeister Jeroch, der Larkov klar mit 3:0 bezwang.
Und auch Schnabel löste seine Aufgabe gegen Fabian Weber, indem er den Decider mit einem 81iger Break zum 3:2 entschied.
Die mögliche Pausenführung vergaben jedoch sowohl Sari, als auch Wienold jeweils 2:3.
Die zweite Runde verlief dann unter umgekehrten Vorzeichen.
Jetzt gingen die Gäste mit Siegen von Türker gegen Schnabel und Sokolowski gegen Jeroch in Front, jedoch behielten Wienold und Sari in ihren Partien die Oberhand, sodass man sich am Ende 4:4-Unentschieden trennte.
Ob dieses Ergebnis jedoch bestand hat, werden aufgrund eines Heilbronner Protestes die Verantwortlichen der DBU zu entscheiden haben.
Denn die Sport- und Turnierordnung der DBU schreibt vor, dass zumindest die Hälfte der Mannschaft aus deutschen Spielern bestehen muss.
Zwar können Ausländer, die wie Türker bereits seit Jahren in Deutschland leben als sogenannte „Billarddeutsche“ gewertet werden.
Jedoch nur, wenn sie nicht gleichzeitig für ihr Herkunftsland an internationalen Wettbewerben teilnehmen.
Genau dies hatte Türker jedoch zuletzt mehrfach getan.
