Die 1. Dreibandmannschaft der TSG Heilbronn ist in einem dramatischen Saisonfinale aus der 2. Dreiband-Bundesliga abgestiegen. Obschon die Chancen auf den Klassenerhalt dank zweier abschließender Heimspiele gut schienen, gelang es den Heilbronnern nicht den Verbleib in der Liga sportlich zu erzwingen.

Die Ausgangssituation stellte sich dabei wie folgt dar:

Die TSG stand vor Beginn des Wochenendes mit 13 Punkten als Vorletzter auf Rang 9, einem der beiden Abstiegsplätze. Auf Rang 8 mit 14 Punkten der BC München II und auf Rang 7 der CV Kassel mit 17 Punkten. Allerdings hatten die Münchner nur ein Spiel (am Sonntag) und konnten daher mit einem Sieg nur auf maximal 17 Punkte kommen.

Cetin Duran

In dieser Situation war es besonders wichtig die Samstagspartie gegen den direkten Abstiegskonkurrenten CV Kassel erfolgreich zu gestalten. Und genau dies gelang der TSG eindrucksvoll. Zur Halbzeit stand es – nach Siegen von Serkan Aktas und Frank Haberzettl – bereits 4:0 und auch die zweite Hälfte brachte Erfolge von Cetin Duran und Ismail Inal, die überdies beide – in 37 bzw. 39 Aufnahmen – über 1,0 GD spielten. Am Ende genau der 8:0-Sieg mit einem MGD von 0,850, den man sich erhofft hatte. Nun stand man mit 16 Punkten auf Rang 8; einem Nichtabstiegsplatz. Ferner waren die Voraussetzungen dafür geschaffen, im Falle eines Unentschiedens im Sonntagsspiel gegen den BC Hilden, und möglichem Punktegleichstands mit München und Kassel, dank des besseren Partieverhältnisses vor beiden zu landen.
(zur Spielstatistik geht es hier).

Zwar stand Kassel am Samstagabend immer noch auf Rang 7, hatte jedoch nun die schlechtesten Voraussetzungen, weil sie am Sonntag gegen den bereits feststehenden Zweitligameister in St. Wendel antreten mussten. Und die Saarländer demonstrierten ihre sportliche Fairness, indem sie in der für sie bedeutungslosen Partie in sehr guter Besetzung antraten, um den Wettbewerb um den Klassenerhalt nicht zu verzerren. Doch die Kasselaner zeigten, wie man in einer solchen Situation sportlich reagieren muss und erkämpften sich mit einer Klasseleistung ein Unentschieden und damit den rettenden 18. Punkt, sodass sie von München nicht mehr eingeholt werden konnten.

Was sich dagegen in der bayerischen Landeshauptstadt tat, war unwürdig.
Die bayerischen Landsleute des BC Osterhofen reisten dort mit einer B-Mannschaft an, die mit einem MGD von 0,618 die Begegnung mit 0:8 abschenkte. Somit hatte der BC München II nun 17 Punkte; einen Punkt mehr als die TSG.

Anders der BC Hilden, der am Sonntag in Heilbronn zu Gast war. Die Männer vom Niederrhein traten – sportlich fair – in Bestbesetzung an, obwohl auch für sie der Ausgang der Begegnung keine Relevanz mehr besaß. Nun wäre es an der TSG gewesen die sportliche Antwort auf die Geschehnisse in Bayern zu geben.

Und der Auftakt wirkte auch vielversprechend, nachdem Frank Haberzettl in sehr guten 42 Aufnahmen gegen Torsten Rütten gewann. Dagegen gelang es Serkan Aktas erneut nicht seine guten Trainingsergebnisse dann auf die Platte zu bringen, wenn es zählt. Er unterlag in 57 Aufnahmen, obwohl sein Gegner Tobias Schramm mit 0,702 deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb. Aber 0,596 waren zu wenig, um ernsthaft Paroli zu bieten.

Dennoch war nichts verloren, denn es genügte ein weiterer Sieg von Ismail Inal oder Cetin Duran zum Klassenerhalt. Allerdings zeichnete sich in der Partie von Ismail gegen Thomas Wildförster schnell ab, dass der Hildener einen guten Tag erwischt hatte. Den bereits zu Beginn herausgespielten Vorsprung konnte der Heilbronner nie entscheidend verkürzen und nach 36 Aufnahmen war bereits Schluss.

So ruhten die Heilbronner Hoffnungen auf den Schultern von Cetin Duran, dessen kämpferische Einstellung nichts zu wünschen übrig ließ. Er konnte einen Rückstand aufholen und lag zeitweilig 5 Punkte in Front. Doch sein erfahrener Gegner Dieter Großjung konterte und ging nach 43 Aufnahmen über die Ziellinie. Dass Cetin wegen vergebenen Nachstoßes bei 36 Punkten stehen blieb war am Ende ohne Belang.
(zur Spielstatistik geht es hier).

Damit fehlte der TSG am Ende ein Punkt für den Klassenerhalt, der auf dem langen Weg durch die Saison sicher mancherorts möglich gewesen wäre.

Abschlusstabelle:

Spielergebnisse des letzten Spielwochenendes:

 

Nun wird man sich konsolidieren müssen, um den möglichst baldigen Wiederaufstieg zu realisieren …

 

2019-04-10T10:57:06+02:00